Meine jetzige Umwelt ist nicht die gleiche wie die, in der ihr euch unmittelbar nach dem Tode wiederfindet. Ich kann nicht anders, als hier scherzhaft mit euch zu reden, aber ihr müßt viele Tode sterben, bevor ihr in diese besondere Existenzebene eingeht. (Die Geburt ist ein weit größerer Schock als der Tod. Manchmal merkt ihr es nicht, wenn ihr sterbt, aber die Geburt bringt fast immer ein heftiges, plötzliches Erkennen mit sich. Ihr braucht daher den Tod nicht zu fürchten. Und ich, der ich mehr Tode gestorben bin, als mir zu erwähnen lieb ist, schreibe dieses Buch, um euch das zu sagen.) Obgleich meine Umwelt sich in ziemlich wesentlichen Punkten (humorvoll) von der meiner Leser unterscheidet, kann ich euch doch mit einem ironischen Understatement versichern, daß sie so lebendig, mannigfaltig und vital ist wie die physische Existenz. Sie ist angenehmer - obwohl sich meine Vorstellungen von dem, was angenehm ist, seit ich ein körperliches Wesen war, etwas geändert haben -, da sie verlohnender ist und schöpferischer Tätigkeit weit größere Möglichkeiten bietet. Meine gegenwärtige Existenz ist von allen, die ich gekannt habe, die anspruchsvollste; und ich habe viele Existenzen gekannt, physische sowohl wie nichtphysische. (Seth 4, S. 43)
Wegen der Schwierigkeiten, die sich einer Verständigung in den Weg stellen, ist es uns fast unmöglich, unsere Realität zu erklären. Wisset aber, daß es uns gibt. Wir senden euch unermeßliche Lebenskraft zu und halten unsere Hand über alle jene Bewußtseinsstrukturen, mit denen ihr vertraut seid. Ihr seid niemals allein. Wir haben immer Boten zu euch gesandt, die eure Bedürfnisse kennen. Obgleich wir euch unbekannt sind, liegt ihr uns doch am Herzen. (Seth 4, S. 404)
|