Seit der Morgendämmerung erheben sich an diesem Tage viele Menschenseelen im Gebet für das, was sie ihre 'Toten' nennen. Ich sage euch, daß es sehr gut ist, euch ihrer zu erinnern, daß ihr für sie einen Gedanken der Dankbarkeit, der Liebe, der Bewunderung habt. Aber es ist nicht gut, daß ihr sie beweint, als ob es Güter wären, die ihr verloren habt; auch nicht, daß ihr sie für tot haltet, denn wenn ihr sie in jenen Augenblicken sehen könntet, in denen eure Augen um sie Tränen vergießen und sich eurer Brust ein Seufzer für jene entringt, die hinweggingen, wäret ihr erstaunt ob des Lichtes, das sie erleuchtet, und des Lebens, das sie erfüllt. Dann würdet ihr ausrufen: Wahrhaftig, sie sind die Lebenden, und wir sind die Toten. (BWL 5, S. 81)
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