Es ist so: Jedes Geistwesen, das zur Inkarnation gezeichnet ist, hat einen Lebensplan und einen Rest-Lebensplan vom vorigen Erdenleben und einen Zwischen-Lebensplan vom Jenseitszwischenleben. (Emanuel 15, S. 174)
Jedes Wesen wird vor seiner Einverleibung auf diese Erde beraten, indem es sich verschiedenen "Kursen" - Erdenreligionen, Erdgeschichte, Völkerkunde - unterzieht und die Möglichkeit bekommt, in eine christliche Lebensauffassung hineingeboren zu werden. Wieder andere werden in bezug auf Kunst oder in einer bestimmten Richtung hinsichtlich irdischer Wissensgebiete geschult. Dies sind nur einige der Lehren, die solche inkarnationswillige Seelen in ihr Erdenleben mitbekommen. Freilich fehlt ihnen dann im Erdenleben jede Rückerinnerung an diese Lehren, doch die Aufnahmefähigkeit für ähnliche Lehren, für die Kunst usw. ist sehr groß, so daß das Menschenkind den von oben gelenkten günstigen Einfluß aufnimmt und sein Erdenleben in dieser richtigen Richtung lebt. Auf diese Weise ist es möglich, das Leben auf Erden in Freude und Glück als Vorbereitung für das Jenseits zu führen. (Emanuel(Kontr.) 7, S. 115)
Die meisten Menschen, bei denen die geistige Reifestufe vorhanden ist, haben sich vor der Inkarnation, also in den Vorbereitungslehren zur Inkarnation, mehr vorgenommen, als sie dann schaffen. Der Grund dafür liegt bei den meisten Geistern = Menschen in der Überschätzung ihres Wissens und Wollens vor ihrer Einverleibung. Im Jenseits konzentriert man sich darauf, die klar erkannten Lösungen auf der Erde zu vollbringen und somit vom Rade der irdischen Wiedergeburt frei zu werden. Wie ihr und wir alle jedoch erkennen, ist das Wissen und Wollen des einzelnen neuen Erdenbürgers sehr schwach, wie ein zartes Lüftchen geworden, da die Erinnerung an das Jenseitswissen weitgehend dezimiert ist. Außerdem ist die Erde in ihrer Gesellschaftsordnung nicht so aufgebaut wie das Jenseits, also nicht auf den geistigem Fortschritt, sondern fast ausschließlich auf materielles Fortkommen ausgerichtet. Dies zu erkennen, ist eine Hauptprüfung für alle Prüflinge, und nur wer über eine große geistige Willens- und Entschlußkraft verfügt, hat die Chance, sie zu bestehen. (Emanuel(Kontr.) 3, S. 99)
Frage: Wie kann ich wissen, was ich vor meiner Inkarnation versprochen habe? Indem du - und das ist jetzt sehr wichtig! - dir dein jetziges Schicksal oder Lebenspanorama in Erinnerung rufst, dich einmal hinsetzt und es von Jugend auf, so weit du diese Jugend zurückverfolgen kannst, aufzeichnest: Warum bist du gerade in diese Familie gekommen? Warum hast du gerade diese Schulbildung? Warum bist du gerade in diese Gemeinschaft gekommen? Warum bist du gerade in diese ungute Situation gekommen, die dir Schwierigkeiten bereitet hat? Warum hast du diesen Bruder, diese Schwester als Partner gewählt? Warum bist du allein geblieben? Warum bist du mit deinen Eltern so lange zusammengewesen? Warum hast du diesen oder jenen schweren Schicksalsschlag erleiden müssen, der dich fast erdrückte ? ... usw. usf. Daraus ergibt sich für ein intensiv geschultes Geistwesen im Menschenkörper viel, was er da herauskriegt - und es ist gar nicht so schwer, wie ihr glaubt. Ihr werdet erkennen, daß das eine oder andere zutrifft, daß ihr das eine oder andere nicht getan habt, obwohl ihr es aus heutiger Sicht hättet besser machen können. Aber es ist noch nicht zu spät: Ich kann es in irgendeiner anderen Form wiedergutmachen. (Emanuel 19, S. 203-204)
|