Auch Jesus konnte über sein Gehirn nicht das ganze Bewußtsein, das er als Christus in seinem Reich hatte, wirksam werden lassen. Da er freiwillig Mensch wurde, mußte er sich gehorsam unter die irdischen Gesetze stellen. Nur wenn er im Verkehr mit der Geisterwelt Gottes war, konnte er die irdische Bewußtseinsschwelle verlassen. Um diese Brücke zwischen seinem menschlichen und seinem geistigen Bewußtsein bat Jesus immer in innigem Gebet seinen Vater, damit er die übernommene Aufgabe erfüllen konnte. Und diese Brücke stellte dann die von Gott beauftragte Geisterwelt her. Dies will ich dir, mein lieber Jesus-Nachfolger, klarmachen, indem ich dich auf Matthäus 3,15 - 17 hinweise, also auf die Taufe Jesu - nicht durch Johannes, sondern durch Gott:
"Während Jesus untertauchte, leuchtete ein gewaltiger Lichtschein aus dem Wasser hervor, sodaß alle Anwesenden in Furcht gerieten. Als die Taufe zu Ende war, stieg Jesus sofort aus dem Wasser heraus. Da tat sich der Himmel auf, und Jesus sah, wie der Geist Gottes in Gestalt einer Taube herniederkam und sich auf ihn herabsenkte. Und eine Stimme rief vom Himmel her ihm zu: Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen hatte." (Laurentius 2, S. 122)
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